Da der Klimawandel die Wettermuster auf der ganzen Welt immer weiter verändert, haben viele Länder mit Dürre und Wasserknappheit zu kämpfen. Um das Problem in Europa anzugehen, hat die EU eine unionsweite Kampagne gestartet, die sich auf die Beiträge aller Mitgliedstaaten stützt.
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Obwohl die EU über einen soliden Rechtsrahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Wasserwirtschaft verfügt, befindet sie sich derzeit in einer Wasserkrise.
Da der Klimawandel das Risiko extremer Wetterereignisse weiter erhöht, sind immer mehr europäische Länder von Dürren und Überschwemmungen betroffen.
Infolgedessen wird das Wasser immer knapper. Und wo Wasser knapp ist, sinkt die Qualität.
In bestimmten Teilen der EU ist das Leitungswasser so unzuverlässig, dass die Bewohner zum Kochen auf Wasser aus Plastikflaschen angewiesen sind.
Um diese Krise zu bewältigen, will die EU Milliarden von Euro in eine Kampagne investieren, die dazu beitragen soll, die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Wasserversorgung wiederherzustellen.
Wasserknappheit ist in vielen europäischen Ländern vor allem aus zwei Gründen ein Problem. Der erste ist der Klimawandel.
Insbesondere in Südeuropa kommt es in vielen Ländern infolge der globalen Erwärmung zu unregelmäßigeren Niederschlägen und heißeren Temperaturen.
Der zweite wichtige Grund für die Wasserknappheit sind undichte Leitungen. In Griechenland beispielsweise gehen schätzungsweise über 40 % des Trinkwassers durch undichte Leitungen und Diebstahl verloren.
Nehmen Sie zum Beispiel die Region Argolida in Südgriechenland. Hier entweicht das Wasser durch Risse in einem Bewässerungskanal, der einen Orangenhain speist.
Nach Angaben der Behörden geht in den unterirdischen Leitungen mehr als die Hälfte des Wassers verloren.
In vielen Gebieten, in denen das Trinkwasser knapp ist, sinkt die Wasserqualität. In Nafplio, der Hauptstadt von Argolida, wird den Einwohnern empfohlen, das Leitungswasser im Sommer nicht zu trinken.
Denn wenn die Regenfälle versiegen und die Pegel der Stauseen zurückgehen, stocken die Behörden die Trinkwasserversorgung mit Brackwasser aus der nahe gelegenen Unterwasserquelle Anavalos auf.
Den Anwohnern zufolge unterscheidet sich das Brackwasser deutlich von normalem Trinkwasser, sowohl durch seinen Geruch als auch durch das Austrocknen der Kleidung.
Zwischen Juni und November 2022-24 haben die Behörden das Wasser aus Anavalos getestet. Die Ergebnisse waren wenig beruhigend.
Bei der Untersuchung wurden höhere Chlorid- und Natriumwerte als zulässig gefunden. Dies kann für Menschen mit Blutdruck- oder Nierenproblemen gefährlich sein.
Nafplio ist nicht die einzige Stadt in Griechenland, deren Einwohner nur begrenzten Zugang zu Trinkwasser haben.
In der Küstenstadt Ermioni zum Beispiel haben nach Angaben der örtlichen Behörden nur 8 % der Einwohner ständig Zugang zu sauberem Trinkwasser.
In vielen Fällen müssen die Bewohner auf Wasser aus Plastikflaschen zurückgreifen, sogar zum Kochen – eine Lösung, die natürlich ökologische Folgen hat.
In Sachen Wasser stehen zwar alle europäischen Länder vor ihren eigenen Herausforderungen, aber die Situation in Griechenland zeigt deutlich, wie komplex eine Veränderung sein kann.
Sowohl der Sommer als auch der Winter 2024 waren die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen, und in vielen Gebieten des Landes gab es monatelang keine Niederschläge.
Erschwerend kommt hinzu, dass in Griechenland die Schuldenkrise von 2009 bis 2018 zu einem Investitionsstau geführt hat.
Infolgedessen ist die Wasserinfrastruktur in Griechenland in einem schlechteren Zustand als in vielen anderen Ländern.
Laut Regierungsstatistiken verliert Griechenland fast die Hälfte seines Trinkwassers durch undichte Leitungen und Diebstahl. Das ist fast doppelt so viel wie der EU-Durchschnitt, der bei 23 % liegt.
Seit 2019 hat die griechische Regierung mehr als 1,5 Milliarden Euro für die Verbesserung der Trinkwasserinfrastruktur ausgegeben.
Die Situation im Orangenanbaugebiet Argolida zeigt jedoch, dass noch viel mehr Veränderungen notwendig sind.
Wie bereits erwähnt, hat die EU vor kurzem eine Kampagne gestartet, mit der die durch den Klimawandel verursachte Wasserkrise bekämpft werden soll.
Im Rahmen der Kampagne hat sie allen Mitgliedstaaten bis 2026 Zeit gegeben, ihre Wasserverluste zu bewerten.
Sobald das Ausmaß der Wasserverluste in den einzelnen Ländern ermittelt ist, wird ein gesetzlicher Grenzwert festgelegt.
Das übergreifende Ziel der Europäischen Strategie für eine resiliente Wasserversorgung ist es, einen klaren Weg zu mehr Wassersicherheit und Widerstandsfähigkeit zu finden.
Dies soll dadurch erreicht werden, dass die Verfügbarkeit von sauberem Wasser sichergestellt und die Union besser vor wasserbezogenen Risiken geschützt wird.
Quellen: (Reuters) (European Commission)
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Da der Klimawandel die Wettermuster auf der ganzen Welt immer weiter verändert, haben viele Länder mit Dürre und Wasserknappheit zu kämpfen. Um das Problem in Europa anzugehen, hat die EU eine unionsweite Kampagne gestartet, die sich auf die Beiträge aller Mitgliedstaaten stützt.
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